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Bildungszentrum

Errichtung eines Studien- und Ausbildungszentrums in Namoo/Ghana

im Rahmen internationaler Bildungshilfe

Namoo steht für zwei Begriffe: Es ist gleichzeitig der Name eines Dorfes und der einer Gemeinde, die aus sieben Dörfern besteht – Namoo, Sambolgo, Kasoe, Bungu, Boko, Nayorigo und Amanga. Die Gegend befindet sich an der Grenze zu Burkina Faso und hat bisher keine Infrastruktur für Studierende und Auszubildende.


 

Ziel des Zentrums

Es soll ein Ort geschaffen werden, an dem die Jugendlichen der Gemeinde direkt vor Ort Berufe erlernen und studieren können, also nicht wie bisher in den Süden abwandern. Durch diese „Abwanderung“ verlor die Region in den letzten Jahren viele junge Menschen, und Familien wurden zerrissen, denn in vielen Fällen kehren die jungen Menschen dann auch nicht mehr in die Heimat zurück. Wenn hier nichts passiert, bleibt der Norden unterentwickelt. Außerdem soll durch das Ausbildungsangebot des Zentrums vermieden werden, dass Kinder und Jugendliche, die sich einen Aufenthalt im Süden nicht leisten und wie bisher mangels Institution auch vor Ort keinen Beruf erlernen können, zu Straßenkindern werden und aus der Armut heraus in die Kriminalität abrutschen.

Als besonderes Projekt errichten wir derzeit ein Studien- und Ausbildungs­zentrum im armen und benachteiligten Norden Ghanas, in Namoo. Den Schülern und Studierenden soll damit Gelegenheit gegeben werden, ihre schulische Ausbildung zu ergänzen und überhaupt einen Ort zum Lernen zu haben (auch in den Ferien), damit eine lückenlose Ausbildung der Schützlinge gewährleistet ist.

Darum ist das Zentrum einerseits eine der Grundlagen für eine Weiter­entwicklung der nördlichen Region und andererseits auch die Basis für Lernen, Wissen und ein späteres selbst­bestimmtes und eigen­verantwortliches Leben der jungen Menschen dort.


Finanzierung des Bildungszentrums

Der Bau des Bildungs­zentrums ist ein eigenständiges Projekt innerhalb der Stiftung Regen­tropfen und wird mit separat aufzu­wendendem Budget finanziert. D. h. ausschließlich Spenden, die unter dem Stichwort „Bildungs­zentrum Stiftung Regen­tropfen“ bei uns eingehen, werden für dieses Bauvor­haben verwendet – und auch hier gilt: Jeder Regen­tropfen zählt! Wir hoffen und beten dafür, dass wir viele Menschen begeistern können, uns in diesem für den Norden Ghanas so wichtigen Projekt zu unterstützen.

Deutlich möchten wir herausstellen: Die schulische Förderung der Kinder und Jugendlichen und die Unterstützung von jungen Existenzgründern hat stets Vorrang vor allem anderen und wird von den bisher eingegangen wie auch von den künftig eingehenden Spenden unter dem Stichwort „Spende Stiftung Regentropfen“ gewährleistet.


 
 

Planung

Über einen Zeitraum von fünf Jahren ist es geplant, eine computer­gestützte Bibliothek und eine Berufs­schule zu errichten. Mit dem Bau der Bibliothek wurde bereits begonnen; sie soll bis Ende 2012 fertig gestellt und 2013 zunächst als Berufs­schule genutzt werden. Danach folgt der Bau der eigentlichen Berufs­schule mit vier Lehrgängen: Schneiderei, Schlosserei/­Ingenieur­schule, IT und Schweißerei. Dazu kommen Betriebs­wirtschafts- und Agrar- und Kochschulen.

Wenn Sie die Stiftung als solche und/oder dieses Projekt als Firma, Club, Verein etc. finanziell unterstützen und möchten, dass wir Sie mit einem Link zu Ihrer Internet­seite in unsere Liste der Förderer aufnehmen, so werden wir das gerne tun und bitten um eine Nachricht.




Ansicht von Osten Ansicht von Westen Grundriss Erdgeschoß Grundriss Obergeschoß

 

Baufortgang (Stand November 2011)

Das Grundstück wurde von P. Sebastian gesegnet. Er ist vor Ort für den Bau verant­wortlich und arbeitet auch ehren­amtlich. Direkt neben dem Grenzstein führt er den ersten „Spatenstich“ aus; vielmehr ist es ein erstes Harken mit einer landestypischen Harke, wie sie zur Feld­arbeit genutzt wird. Die Gemeinde­vorsteher und -mitglieder sind voller Erwartung, auch selbst anzupacken.


Die Ausgrabungen für das Fundament sind reine Handarbeit. Gräben werden gezogen, Flächen ausgehoben, Stahlgitter verlegt. Es versteht sich, dass die Menschen mithelfen. Jung und Alt packt mit an – in der Hitze des Tages bei 35 bis 40 Grad – ohne Lohn, aber mit sehr viel Fleiß und Enthusiasmus.


Die Grundmauern stehen. Die Einteilung der Räumlichkeiten in der Bibliothek ist bereits zu sehen. Ein erster sichtbarer Erfolg, das Werk vieler fleißiger Hände und unermüdlichen Einsatzes - ein wahrer Grund zur Freude und Motivation zum Weitermachen.



Brunnen

Parallel zu den ersten Bauarbeiten wurde auf dem Grundstück ein Brunnen gegraben, ca. acht Meter tief, ausschließlich in Handarbeit. Inzwischen ist der Brunnen ausbetoniert und funktionstüchtig. Durch den ehrenamtlichen Arbeitereinsatz konnte der Kostenaufwand dafür bei einem erstaunlich geringen Betrag von rd. 500,- €. gehalten werden.

Wasser ist ein wichtiges Gut in Ghana; außer­halb der Regen­zeit kann es sehr knapp werden. Deshalb ist ein eigener Brunnen Gold wert. So ist es ein Segen, auf dem Grundstück eine eigene Quelle zu haben. Derzeit ist der Brunnen ein Zieh­brunnen in Hand­betrieb; er soll noch mit einer Pumpe ausgestattet werden. Glücklicher­weise wird der Brunnen genügend Trinkwasser sowohl für die Bauzeit wie auch für den späteren Betrieb der Schulen geben. D. h. es muss kein Wasser in Tank­wagen heran­gefahren und eben auch nicht bezahlt werden.


Weitere Pläne in der Wasserversorgung

Die Stiftung arbeitet mit Rural Aid Ghana, einer Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) zusammen, um z. B. ein System für sauberes Leitungswasser und ein Kanalisations­system für die ganze Gemeinde Namoo zu errichten.

Aus heutiger Sicht kann für das Trink­wasser­system bereits im März 2012 ein motorisiertes Pumpsystem mit Tankanlage in Betrieb genommen werden. Das Leitungs­system wird mit Wasser aus dem Brunnen auf dem Schul­gelände gespeist.

Die Verwaltung für das Wasser-/Leitungs­system übernimmt das Bildungs­zentrum. Als Gegenleistung dafür ist es Nutznießer der fremd­finanzierten technischen Anlage und des Leitungs- und Kanalisations­systems auf dem Grundstück.



 


Zeitplan für weitere Schritte beim Bau der Bibliothek

Ende September (zum Regenzeitende) entstanden die tragenden Säulen für das Erd­geschoss und für das Ober­geschoss sowie das Dach. Die Zwischen­decke ist nun angefertigt. Jetzt werden mit den hand­gefertigten Beton­ziegeln die Mauern hochgezogen. Der Einbau von Türen und Fenstern sowie Maler­arbeiten erfolgen sukzessive.

Die Anmeldung des Zentrums bei den örtlichen Behörden hat schon begonnen und Rektor steht auch fest. Dies wird von einem ehemaligen Hoch­schul­rektor unent­geltlich übernommen. Ziel ist, dass spätestens zum Beginn des neuen Schul­jahres im September 2013 der Ausbildungs­betrieb der Berufs­schule (zuerst zwei Lehrgänge) aufgenommen werden kann.

In der nächsten Phase werden (April/Mai 2012) werden Werk­stätten und Seminar­räume für Lehrgänge folgender Lehr­berufe gebaut: Schlosser, Schneider, Elektriker, Betriebs­wirt und IT-Fachleute. Danach folgen eine Lehrküche zur Koch­ausbildung und Räumlichkeiten zum Studium der Agrar­wissen­schaft. Es ist ein Beitrag zur Entwicklung und Verbesserung der Lebens­qualität. Ihre Spende schafft eine Oase in der Wüste: sie ist Hilfe für Menschen. Spenden erbitten wir an unsere Bankverbindung.



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